Von den langen Wochenenden gibts hier leider nicht viele, also muessen die wenigen gut genutzt sein. In Princeton bleiben oder mal Abends nach New York fahren kam fuer uns also nicht in Frage. Die eigentliche Ueberlegung war, nach Montreal zu fahren, aber am amerikanischsten aller Feiertage nach Kanada zu entfliehen ging ja so gar nicht (sry, Rob, wir holens nach!). Also packten wir uns in zwei Autos und machten uns am Donnerstagnachmittag auf den Weg nach Boston. Nach etwa 6 Stunden ueber Interstates, Turnpikes und durch das Nadeloehr George-Washington-Bridge in New York waren wir endlich in der Stadt der Tea Party angekommen.
Am naechsten Morgen gings (erstmal in den naechsten Starbucks wohin auch sonst und dann) in das alte Stadtzentrum von Boston, Beacon Hill. Weit und breit keins der typisch amerikanischen Holzhaeuser gesehen, alles rotbraune Ziegelbauten wie in einer alten englischen Stadt.

Beacon Hill
Am fruehen Nachmittag machten wir uns auf den Weg zur Esplanade, einem Park am Ufer des Charles River um von dort aus das Feuerwerk am Abend zu verfolgen. Wurde auch allerhoechste Zeit, denn Platz auf einer der vielen Wiesen gab es kaum noch, und das war rund 5 Stunden bevor das Feuerwerk beginnen sollte.

MIT im Sonnenuntergang
Bis zu Beginn des Konzerts um 8:30 hatten sich rund eine halbe Million Menschen in dem Park eingefunden. Ein ganz wichtiger Programmpunkt noch: Die Nationalhymne The Star Spangled Banner. Insenieren koennen sich die Amerikaner ja, und so donnerten punktgenau zu den letzen Toenen „…and the home of the brave!“ zwei Kampfjets im Tiefflug ueber den Park. Wow, 100% Gaensehautfeeling.

Flyover
Gegen 10:30 kam es dann endlich zum Hoehepunkt. In der Mitte des Charles River lag ein Frrachtschiff von dem nun aus ein Feuerwerk abgeschossen wurde, dass ich so noch nicht erlebt habe. Beim Finale der fast 30 minuetigen Choreographie mussste man schon aufpassen, dass man von den Druckwellen der Explosionen nicht aus dem Gleichgewicht kam.

Happy 4th of July!
Anschliessend ging es noch auf dem Weg zum Hotel fuer ein paar Bierchen (Feuerwerk macht trockenen Hals) in ein Pub.
Am Samstag besichtigten wir dann den Campus des M.I.T. und der Harvard University. Joaaarrrr, ganz nett aber nichts ueberwaeltigendes. M.I.T. sieht aehnich aus wie das Neuenheimer Feld in Heidelberg und Harvard ist quasi wie Princeton, aber mit roten statt grauen Steinen und nicht ganz so schoener Architektur. Aber immerhin kamen wir (und besonders Mathias) endlich zu den obligatorischen Boston Creme Donuts.

Endlich!

Statue von John Harvard
Am Sonntag teilte sich die Gruppe nach einem spaeten Fruehstuck auf und unser Wagen machten sich auf den Weg ins zwei Stunden entfernte Cape Cod um ein paar sonnige Stunden am Strand zu geniessen. Baden war allerdings wieder nicht drin, der Atlantik ist hier einfach arschkalt! Nach einem kleinen Dinner im „Lobster Shanty“ in der Abendsonne von Massachusetts gings ueber Rhode Island, Conneticut, New York und New Jersey wieder ins beschaulich Princeton.

Die alten Maenner und das Meer

Nebel am Strand, wo gibts denn sowas?

Seafood in Massachusetts - ein perfekter Abschluss!
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