Archiv für Juli 2008

08
Jul
08

Independence Day in Boston

Von den langen Wochenenden gibts hier leider nicht viele, also muessen die wenigen gut genutzt sein. In Princeton bleiben oder mal Abends nach New York fahren kam fuer uns also nicht in Frage. Die eigentliche Ueberlegung war, nach Montreal zu fahren, aber am amerikanischsten aller Feiertage nach Kanada zu entfliehen ging ja so gar nicht (sry, Rob, wir holens nach!). Also packten wir uns in zwei Autos und machten uns am Donnerstagnachmittag auf den Weg nach Boston. Nach etwa 6 Stunden ueber Interstates, Turnpikes und durch das Nadeloehr George-Washington-Bridge in New York waren wir endlich in der Stadt der Tea Party angekommen.

Am naechsten Morgen gings (erstmal in den naechsten Starbucks wohin auch sonst und dann) in das alte Stadtzentrum von Boston, Beacon Hill. Weit und breit keins der typisch amerikanischen Holzhaeuser gesehen, alles rotbraune Ziegelbauten wie in einer alten englischen Stadt.

Beacon Hill

Beacon Hill

Am fruehen Nachmittag machten wir uns auf den Weg zur Esplanade, einem Park am Ufer des Charles River um von dort aus das Feuerwerk am Abend zu verfolgen. Wurde auch allerhoechste Zeit, denn Platz auf einer der vielen Wiesen gab es kaum noch, und das war rund 5 Stunden bevor das Feuerwerk beginnen sollte.

MIT im Sonnenuntergang

MIT im Sonnenuntergang

Bis zu Beginn des Konzerts um 8:30 hatten sich rund eine halbe Million Menschen in dem Park eingefunden. Ein ganz wichtiger Programmpunkt noch: Die Nationalhymne The Star Spangled Banner. Insenieren koennen sich die Amerikaner ja, und so donnerten punktgenau zu den letzen Toenen „…and the home of the brave!“ zwei Kampfjets im Tiefflug ueber den Park. Wow, 100% Gaensehautfeeling.

Flyover

Flyover

Gegen 10:30 kam es dann endlich zum Hoehepunkt. In der Mitte des Charles River lag ein Frrachtschiff von dem nun aus ein Feuerwerk abgeschossen wurde, dass ich so noch nicht erlebt habe. Beim Finale der fast 30 minuetigen Choreographie mussste man schon aufpassen, dass man von den Druckwellen der Explosionen nicht aus dem Gleichgewicht kam.

Happy 4th of July!

Happy 4th of July!

Anschliessend ging es noch auf dem Weg zum Hotel fuer ein paar Bierchen (Feuerwerk macht trockenen Hals) in ein Pub.

Am Samstag besichtigten wir dann den Campus des M.I.T. und der Harvard University. Joaaarrrr, ganz nett aber nichts ueberwaeltigendes. M.I.T. sieht aehnich aus wie das Neuenheimer Feld in Heidelberg und Harvard ist quasi wie Princeton, aber mit roten statt grauen Steinen und nicht ganz so schoener Architektur. Aber immerhin kamen wir (und besonders Mathias) endlich zu den obligatorischen Boston Creme Donuts.

Endlich!

Endlich!

Statue von John Harvard

Statue von John Harvard

Am Sonntag teilte sich die Gruppe nach einem spaeten Fruehstuck auf und unser Wagen machten sich auf den Weg ins zwei Stunden entfernte Cape Cod um ein paar sonnige Stunden am Strand zu geniessen. Baden war allerdings wieder nicht drin, der Atlantik ist hier einfach arschkalt! Nach einem kleinen Dinner im „Lobster Shanty“ in der Abendsonne von Massachusetts gings ueber Rhode Island, Conneticut, New York und New Jersey wieder ins beschaulich Princeton.

Die alten Maenner und das Meer

Die alten Maenner und das Meer

Nebel am Strand, wo gibts denn sowas?

Nebel am Strand, wo gibts denn sowas?

Seafood in Massachusetts - ein perfekter Abschluss!

Seafood in Massachusetts - ein perfekter Abschluss!

Link zum Webalbum

08
Jul
08

Boozed! – Die Party

Nur rund eine Woche nachdem ich in die Spring Street eingezogen bin, gabs auch schon die erste absolute Pflichtveranstaltung: Boozed!, die Party aus folgendem Anlass:

  • Gründung unseres Zwergstaates Booze Country
  • Release von und Videoshoot zu unserer eigenen Nationalhymne „Dim That Shit!“
  • Verabschiedung von Robert, der sich aber kurz vor der Party dann doch noch entschied ein paar Monate laenger zu bleiben

Die Planung als „generalstabsmaessig“ zu bezeichnen wäre noch stark untertrieben. Eigene Flyer, eigene T-Shirts, eigene Sticker, ein DJ, Beamer, eine mobile Cocktailbar, … In der letzten Woche vor der Party wurden fast jeden Abend Meetings (sprich BBQ) abgehalten.

Das Boozed Country - Wappen

Das Boozed Country - Wappen

Da wir fuer die Mengen an Getraenken, die wir besorgt hatten locker noch zwei Kuehlschraenke haetten kaufen muessen wurde die Badewanne kurzerhand umfunktioniert und mit kaltem Wasser, Bierflaschen und ca. 60 Kilo Eis befuellt (ein goettlicher Anblick). Wie sich herausstellte lagen wir mit unserer optimistischen Schaetzung von rund 80 Gaesten ziemlich gut und so waren wir zeitweise schon kurz davor die Eingangstuer zu verriegeln weil es einfach zu voll war. Vor allem Booze Country selber, unser Balkon machte uns einige Sorgen, da er anstatt der eigentlich angedachten 20 Personen die meiste Zeit das Doppelte tragen musste. Seit der Party weist er eine leichte Neigung auf, da er im Laufe der Nacht auf der einen Seite um etwa 5 Zentimeter abgesackt ist.

Boozed!-Crew

Boozed!-Crew

Ab 2 Uhr morgens uebernahmen Rob und ich die Rolle der Tuersteher und achteten drauf, dass die Leute nicht komplett komatoes auf der Strasse rumlagen, da dass mit hoechster Wahrscheinlichkeit die Cops auf den Plan und das Ende der Party bedeutet haette. Ach ja, die Cops… Da wir von Anfang wussten dass es laut wird gingen wir davon aus , dass sie etwa um halb 2 das erste Mal bei uns auftauchen und uns verwarnen und irgendwann zwischen 3 und 4 dann wiederkommen um den Stecker zu ziehen, weil es kein Stueck leiser geworden ist. So weit also der Plan. An mangelnder Ruhestoerung hat es definitiv nicht gelegen, jedenfalls fuhr eine Streife ab Mitternacht etwa alle 20 Minuten langsam am Haus vorbei (wobei Rob und ich uns jedesmal sicher waren: ‘OK, that’s it!’, machte aber keinerlei Anstalten anzuhalten und dem Treiben ein Ende zu setzen. So verliessen dann gegen halb 7, zwei Stunden nach Sonnenaufgang die letzten Gaeste das Haus (oder was davon uebrig war) und ich musste nur noch das AuPair aus meinem Bett schmeissen (sry Silvia, aber ich war echt kaputt und das Bett zu klein fuer zwei, ausserdem hast du vorher schon zwei Stunden drin geschlafen) so dass ich endlich schlafen konnte.

And now… The Incredible „Dim That Shit!“ -Partyvideo:

08
Jul
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Das Haus mit der roten Tür

…steht mitten in Princeton, nur rund 50 Meter vom Uni-Campus entfernt und ist seit Anfang Juni mein neues Zuhause.

Das eigentliche „Wohnzimmer“ der Wohnung ist der Balkon auf der Rueckseite des Hauses. Auf dessen Fläche wurde von uns die adolokratische Republik „Booze Country“ ausgerufen, um sich nicht an die unsinnigen Gesetze, die hierzulande gelten, halten zu muessen. Selbstverständlich mit eigener Verfassung, eigener Hymne und eigenem Wappen.

„Wir“ sind ausser mir uebrigens

Didi

Didi

Christoph

Christoph

Robert (phantom-mode)

Robert (phantom-mode)

Jurgis

Jurgis

sowie die non-permanent residents von Booze Country:

Julia

Julia

Jan

Jan

Rob

Rob

Emrah

Emrah