Archiv für April 2008

20
Apr
08

Pain(t)ball

Waren am Samstag mit rund 35 Siemen-Interns nach Pennsylvania zum Paintball spielen. Um 7:30 gings vom SCR Parkplatz aus los ins rund 2 Stunden entfernte Pocono Valley zum Skirmish Paintball Areal. Nachdem alle mit Camo-Suit, Facemask und „Marker“ (so nennt sich die Paintball Gun) ausgestattet waren und wir in zwei Teams aufgeteilt waren flogen einem auch schon die kleinen Kugel um die Ohren.

Basti und ich in voller Montur. War mir bisher gar nicht bewusst, dass ich Schal und Mütze in Tarnfarben besitze

Basti und ich in voller Montur. War mir bisher gar nicht bewusst, dass ich Schal und Mütze in Tarnfarben besitze.

Mit Overall über Hose und T-Shirt und geschützt mit Maske, Mütze, Schal und Handschuhen kam man bei rund 27°C ganz schön ins Schwitzen. Das Spielen an sich war klasse und nach ein paar Minuten hatte man das mit dem Schiessen auch einigermassen raus. Das man ab und an mal selber ne Kugel abbekommt liess sich natürlich nicht vermeiden, war aber weniger schmerzhaft als erwartet. Zugegeben, manche hats etwas schlimmer erwischt als mich und werden auch die nächsten Tage noch mit blauen/lilanen/grünen Flecken gesegnet sein. Ich musste mir ja schon einige Kommentare anhören, dass ich als Ex-Zivi das jetzt quasi nachholen müsse, aber durch den Dreck robben und hinter den nächsten Baum hechten um Deckung zu suchen hatte schon seinen Reiz. Da man wusste, dass (so gut wie) nix passieren kann, hatte es was von Computerspielen, nur mit besserer Grafik, dichterer Atmosphäre und einem spitzenmässigen Feedback. OK, die Teamkoordination klappt bei Counterstrike um Längen besser.

Gegen halb 6 gings dann ziemlich müde und verschwitzt wieder heim Richtung Princeton. War auf jeden Fall sehr lustig, wenn auch nicht ganz billig (70 $), ist aber nichts, was ich jetzt jedes Wochenende bräuchte.

Bilder von Matthias findet ihr hier. Julia, die sich als Kriegsberichterstatterin versuchte, hat auch einige spektakuläre Fotos gemacht, die man in Tim’s Webalbum findet.

Nachtrag: Und so sieht das aus, wenn bei Skirmish mal richtig volles Haus ist.

18
Apr
08

Lauftraining wieder aufgenommen

Die Sache mit meinem Fuss liegt ja nun ein paar Wochen zurück, also hab ich mich vorgestern wieder ans Laufen gewagt. Mit Markus, Christian, Thorsten, Thomas und dem Rest der „LG Siemens“ gings nach Feierabend auf die Strasse. Entlang der Strasse bis zum Carneggie Lake, dem bis zum Nordende folgen und am Forrestal Village vorbei über die (zu diesem Zeitpunkt) endlos erscheinende College Road. Insgesamt 8,5 Meilen (14 Kilometer) die echt an die Substanz gingen.
Um den Muskelkater loszuwerden sind wir heute noch mal 6 Meilen gelaufen, was aufgrund des Wetters (hier haben wir unterdessen an die 30° C) aber echt zur Quälerei wurde.

View Interactive Map on MapMyRun.com

14
Apr
08

John Wheeler

1911 – 2008

13
Apr
08

Schrei, wenn du kannst…

Der Atem geht schnell und flach, das Herz schlägt bis zum Herz, die Haende krallen sich um die Griffe, jeder Muskel ist angespannt. Die Sekunden scheinen sich in die Ewigkeit zu zie… KLICK

Mit einer unglaublichen Kraft wird man in den Sitz gepresst, die Gedanken werden einem quasi hinten aus dem Kopf rausgeblasen. Man beisst die Zaehne zusammen und verzieht das Gesicht zu einer Grimasse, will schreien, hat aber keine Luft dazu. Nach 3,5 Sekunden hat man die Höchstgeschwindigkeit erreicht: 206 km/h. In dem Moment, wo der Kopf beginnt die Situation zu erfassen, anstatt sie aufgrund ihrer Absurdität als Illusion abzulehnen, geht es auch schon nach oben … senkrecht … 140 Meter. Auf der Spitze wird der Zug ganz langsam und hat man etwa einen halben Moment Zeit wieder Luft zu holen und sich kurz umzuschauen, bevor es die 140 Meter wieder senkrecht nach unten geht. Nach einem Kamelbuckel, der einen wenige Sekunden im Sitz schweben lässt, wird man abgebremst und fährt wieder in den Bahnhof ein.

Zwei Worte reichen um dieses Erlebnis zu beschreiben: Kingda Ka, ihres Zeichens schnellste und höchste Achterbahn der Welt. Zuhause im Six Flags Great Adventure Park in Jackson, New Jersey. Da das nur 45 Minuten von Princeton entfernt liegt waren wir heute mit dreizehn Leuten dorthin auf Achterbahn-Extremtraining. Kingda Ka ist zwar die spektakulärste jedoch bei weitem nicht die einzige Achterbahn in Six Flags. Das Wetter hat auch einigermaßen gepasst und trotz Wochenende war sehr wenig los, so dass man kaum antehen musste. Einfach ein geiler Tag, auch wenn ich jetzt vom ganzen Schreien ziemlich heiser bin.

11
Apr
08

Alles frisch?

Wenn ich in Plainsboro einkaufen gehe, lande ich meist beim Superfresh. Ein Supermarkt der bei uns wohl am ehesten mit Edeka – nur groesser – zu vergleichen waere. Im Gegensatz zum ansaessigen Walmrt kriegt man Nahrung hier auch teilweise in ihrer natuerliche Form, also auch schon mal richtiges Obst. Ist kein Witz, bei Walmart gibt es kein frisches Gemuese oder Obst.

Nachdem man auf dem riesigen Parkplatz geparkt hat und den Motor ausgemacht hat – was hier keine Selbstverständlichkeit ist – schnappt man sich einen der oversized Einkaufswagen und legt los. Ist man koerperlich nicht in der Lage den Einkauf im Gehen zu schaffen (also zu fett oder zu faul, was ja oft miteinander einher geht) kann man sich auch einen der motorisierten Einkaufswagen nehmen.

Eigentlich ist es in einem amerikanischen Supermarkt nicht besonders anders als in einem deutschen. Aber es sind die kleinen Unterschiede. Man merkt schnell: In Amerika ist alles groesser. Eier im 30er Karton, Milch im Gallonen-Kanister und Waschmittel in der 5 Liter-Flasche.

Aber auch auf Artikel aus der Heimat muss man nicht ganz verzichten. Im „internationalen Gang“ findet man im deutschen Regal Spaetzle (da geht einem als ehemaliger Schwabe auf Zeit natürlich das Herz auf), Streuselkuchen und Ritter Sport. Das Sauerkraut scheint sich unterdessen schon so weit rumgesprochen zu haben, dass man es im normlaen Kühlregal findet.

In New Jersey scheint es einen relativ hohen Anteil italienischer Einwanderer zu geben, was man nicht zuletzt an dem 13 (in Worten: dreizehn) Meter langen Pastregal bemerkt.

An der Kasse wird dann, wenn man Glueck hat, alles in Tueten gepackt. Auch die Gallone Milch mit Tragegriff wird nochmal in eine Extra-Tüte gepackt. Zum Auto muss man die Sachen dann aber selber tragen, also auch nicht mehr so wie früher einmal.

08
Apr
08

New York Mets get „rick-rolled“

Tja, wie erklär ich das jetzt… In den Weiten des Internet gibt es seit ein paar Monaten das Phänomen des Rick-Rolling. Wikipedia beschreibt es folgendermaßen:

Rickrolling is a prank and Internet meme involving the music video for the 1987 Rick Astley song „Never Gonna Give You Up“. In a rickroll, a person provides a link they claim is relevant to the topic at hand which actually takes the user to the Astley video. It can also mean playing the song loudly in public in order to be disruptive.

Letzte Woche sollten die Fans der New York Mets in einem Online Poll darüber abstimmen, welches Lied zu Beginn jedes 8. Innings gespielt werden soll. Neben einigen Klassikern zur Auswahl konnte man auch eigene Vorschläge machen. Und als ein paar Leute davon Wind bekamen, starteten sie Aufrufe im Internet (zB auf digg.com) den Gassenhauer von Rick Astley vorzuschlagen (ja, ich hab’s auch gemacht). Beim ersten Spiel heute war es dann soweit:

05
Apr
08

Ausflug in die „Stadt der brüderlichen Liebe“

Um nicht den Samstg bei schönstem Wetter vor dem Rechner oder sonstwie daheim zu verbringen machten wir (Familie Hussels, Jasmin, Patrick, Thorsten und ich) uns auf nach „Philly“. Womit ich nach Washington, New Jersey und New York nun auch Pennsylvania auf der Liste der besuchten Staaten abhaken kann. Nachdem wir zunächst etwas orientierungslos durch die Innenstadt irrten, besorgten wir uns einen Stadtplan und besichtigten den alten Stadtkern mit Independence Hall und Liberty Bell (die Schlange war zu lang, haben sie aber von draussen durchs Fenster gesehen). Anschließend noch einen Abstecher nach Penn’s Landing, den alten Hafenbezirk am Delaware River. Anstatt einer Geschichtsstunde über „The birth of a nation“, was bei Philadelphia ja eigentlich fällig wäre, gibts ein paar Fotos und ein Video über George Washington (ich bin euch nicht böse, wenn ihr’s nicht lustig findet, ist etwas eigen).

Philadelphia

01
Apr
08

house

Hierzulande wie auch in Deutschland erfreut sich die etwas andere Arztserie „House M.D.“ ja so einiger Beliebtheit (ich persönlich mag ja Scrubs lieber). Jetzt les ich doch eben, dass das Krankenhaus in dem die Serie spielt, das (fiktionale) Princeton-Plainsboro Teaching Hospital ist. Was ja mal ziemlicher Schwachsinn ist, die Uni Princeton hat ja gar keine Fakultät für Medizin. Was die Stadt aber nicht davon abhält ihr (reales) örtliches Krankhenhaus University Medical Center at Princeton zu nennen. Tjoa, Sachen gibts.