Archiv für März 2008

30
Mär
08

dsie dschörmen odobaan

Ich glaube ich erwähnte bereits, dass Europa für viele Amerikaner so etwas wie ein überdimensionierter Themenpark ist. Um diesen Gedanken mal etwas weiterzuspinnen, wären dann die einzelnen Staaten die nach Thema sortierten Bereiche des Parks, jeder mit einer Hauptattraktion. Amsterdam (oder Hemp-sterdam) in Holland, der Eifelturm in Frankreich und die sagenumwobene Autobahn in Deutschland. In einem Land wo die Höchstgeschwindigkeit auf einem siebenspurigen Freeway bei weniger als 120 km/h liegt, ist eine Strasse ohne jede Geschwindigkeitsbegrenzung ja jenseits menschlicher Vorstellungskraft. Mich wundert echt, dass mich hier noch niemand gefragt hat, was denn so meine persönliche Höchstgeschwindigkeit bisher war. Im Fernsehen lief hier vor kurzem eine Werbung von Mercedes darüber was sie alles in die M-Klasse einbauen, was doch kein normaler Mensch braucht. Eines dieser Gimmicks waren „windshield-wipers that work at autobahn-speed“. Von wegen die brauch niemand. Erwähnte ich, dass man eine M-Klasse hier ab 28′500 € kaufen kann? Ja, dafür kriegt man in Deutschland grad mal nen Golf. Was der hier kostet sag ich besser nicht, glaubt mir eh kein Mensch.

Abschließend noch ein Zitat aus der History-Channel Doku ueber diese Meisterleistung deutscher Tiefbau-Kunst (mit Dank an Patrick):

The german Autobahn was built for one purpose only: High Speed!

30
Mär
08

sollte ich mir sorgen machen…

…wenn man mich beim Betreten des Liquor Stores lauthals mit „Hey, it’s the german guy again!“ begrüßt? Meinen Pass oder Führerschein muss ich da auch seit gut einer Woche nicht mehr vorzeigen.

28
Mär
08

Emergency Room

An dieser Stelle moechte ich einmal eine Lanze fuer das vielgescholtene amerikanische Gesundheitssystem brechen. Ich hab zwar mit meinem Besuch in der Notaufnahme nur an der Oberfläche gekratzt, aber wenn es da schon so gut läuft…

An der Aufnahme wurde ich zunaechst mal nach ein paar persoenlichen Daten und dem Grund meines Kommens gefragt. In Deutschland haette ich hier bereits 10€ zahlen dürfen. Während ich im Behandlungszimmer wartete kam eine weitere Angestellte und fragte mich nach Social Security Card (hab ich erst seit 3 Tagen, Glück gehabt!), Versicherungsnachweis, Notfall-Kontaktdaten und musste ein paar Sachen unterschreiben. Die Frau war regelrecht erstaunt, dass ich so gut vorbereitet wäre und alles dabeihätte. Als ich wieder gehen konnte (bzw. humpeln) bekam ich ausser der Schiene und Kruecken auch noch eine Mappe, in der Arztbrief, Überweisungspapiere, Rezepte fuer die Apotheke und ein paar andere Sachen bereits ordentlich eingeordnet waren anstatt dass man alles lose in die Hand gedrückt bekommt.

Als ich auf dem Weg raus an der Aufnahme fragte, was ich zahlen müsste war ich auf das Schlimmste vorbereitet, aber nicht auf den verwirrten Blick der Dame hinter dem Schalter und ihre Erklärung, dass die Versicherung das doch zahlen würde. Bin ja eigentlich davon ausgegangen, dass ich hier erstmal gut blechen könnte und dann nach Papierkrieg und wochenlangem Warten hoffentlich was zurückbekommen würde.

Es war nur der erste Eindruck, aber der zählt bekanntlich.

28
Mär
08

Entwarnung

War heute morgen im Princeton University Medical Center um nach meinem Sprunggelenk gucken zu lassen. Nach ein paar Roentgenaufnahmen gabs die gute Nachricht: Nicht gerissen, nichts gebrochen,  nur eine ordentliche Baenderdehnung. Bin jetzt erstmal auf Kruecken und mit Schiene am Fuss unterwegs.

27
Mär
08

Fuss dick

Um meine neuen Laufschuhe zu testen und ein wenig im Training zu bleiben wollte ich heute nach Feierabend eine Runde um den Carnegie Lake laufen. Von den etwa 8 Meilen kam ich geschätzte 400 Meter weit. Loch im Boden, umgeknickt, irgendwas macht „Knack“, Fuss tut weh wie Sau. An Weiterlaufen war erst mal nicht zu denken. Ich hoffte erstmal dass es nichts dolles waere aber auf dem Weg zurueck zum Wagen (humpelnderweise) merkte ich schon, dass der Schmerz eher mehr wurde und es mit Laufen heute nix mehr wird. Ausgerechnet war es auch noch der rechte Fuss (bzw. Sprunggelenk), wo ich mir schon einmal eine ordentliche Baenderdehnung zugezogen hab. Zuhause erstmal Eis drauf und auf das Beste hoffen. Da es aber bis jetzt kaum besser geworden ist, werde ich mich wohl morgen in die Faenge des amerikanischen Gesundheitssystems begeben. Hoffentlich ist es a) nicht so schlimm und b) laesst mich meine Versicherung nicht haengen. Drueckt mir die Daumen!

25
Mär
08

Wohnungs-Fotos

…mit reichlich Verspätung! Klein, aber mein:

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22
Mär
08

Saturday Morning

Was macht man so um das Wochenende einzuläuten? Frühstücken bei Dunkin Donuts! Geht’s denn noch? Ihr denkt jetzt wahrscheinlich, Starbucks hätt’s doch auch getan, aber nein wir machen’s direkt mal richtig amerikanisch. Haben wir uns aber auch verdient. Waren gestern Abend in Lawrenceville laufen. Erst in den Park, dann einfach mal den Weg weiter auf ein Feld, durch einen Wald, wieder auf ein Feld, was sich eher als ein Moor herausstellte. Und wie im schlechten Film, standen 100m weiter auch noch zwei Männer, wo wir uns nicht sicher waren, ob die jetzt am Jagen sind oder sonst Irgendwas machen. Sind auf jeden Fall heil wieder nach Hause gekommen. Wobei uns die Leute auf dem letzten Stück Straße angeglotzt haben, als hätten sie noch nie zwei Jogger gesehen. Gibt ja für alles ein erstes Mal.

Mitten im Wald erzählt mir Patrick übrigens, dass er mal für das Crosslauf-Team seiner Schule gelaufen ist. Gottseidank war er grade nicht im Training, sonst wär ich wahrscheinlich auf halber Strecke abgenippelt.

16
Mär
08

Driving Range

Trotz des etwas zweiffelhaften Wetters, wollte ich heute nicht den ganzen Tag in meinem (neuen!, Bericht und Fotos gibts die Tage) Zimmer sitzen. Also ab in den Wagen und zum Freiluftsport, nämlich Golfbälle kloppen auf der Driving Range. Das Windsor Greens Golf Center liegt nur etwa 5 Minuten mit dem Auto entfernt. Mario, der Besitzer und Golflehrer erklärte mir, wie das ganze so abläuft, man kauft sich einen Korb Bälle, nimmt sich die Golfschläger nach Belieben, sucht sich einen Abschlagplatz und legt los.

Habe so einen Golfschläger erst zwei, drei Mal in der Hand gehabt, was aber hier überhaupt kein Problem ist, auf die Driving Range darf jeder. Für den ersten Korb (ca. 30 Bälle) nahm ich ein 7er Eisen (für kurze, hohe Schläge) und legte los. Es brauchte ein paar Schwünge bis ich überhaupt mal den Ball traf und danach gings auch meist nicht in die gewünschte Richtung. Gegen Ende des Korbs wurde es dann etwas besser und es kam auch mal der ein oder andere manierliche Schwung bei raus.

Da ich jetzt Blut geleckt hatte, liess ich den Korb wieder voll machen (leider kein free refill wie bei McD und Konsorten) und traute mich auf Mario’s Aufforderung hin an den großen Kaliber: den Driver, für die richtig langen Schläge. Der Unterschied zum Eisen besteht hierbei, dass der Schlägerkopf größer und aus Holz statt Metall und der Schaft länger ist. Also vor dem Schlag erstmal nen halben Schritt zurück vom Ball. Mit ein, zwei Tipps von Mario klappte es dann auch erstaunlich gut, auch wenn die meisten Schläge zwar weit, aber zu weit nach rechts gingen. Die Golfer nennen so etwas einen „Slice“.

Nach Ende des zweiten Korbs hatte ich dann bereits Blasen an den Händen und nachdem ich Mario versprochen hatte wiederzukommen, machte ich mich auf den Heimweg.

11
Mär
08

Philipp in der grossen Stadt

Die Fotos von heutigen Trip nach New York sind online: Galerie

Alter, tun meine Beine weh. Vielleicht leg ich mich noch ne halbe Stunden in den Hotel-Jacuzzi, solang ich diesen Luxus noch genießen kann.

10
Mär
08

Major update

So, ich hab ja schonmal ein bißchen was erzählt was ich hier so mache und dass es mir gut geht. Aber eine generelle Übersicht bin ich euch schuldig geblieben… bis jetzt!

Wohne ja, momentan noch im Holiday Inn, aber unterdessen habe ich auch schon ein Zimmer in Plainsboro gefunden, von wo ich es nur 5 Minuten bis zur Arbeit habe. Ich teile mir das Haus mit einem Chinesen und einem Italiener. Am Freitag sind meine zwei Wochen im Hotel rum und dann wird umgezogen. Dann gibts auch Fotos vom Haus.

Am Montag nach dem ich in Princeton ankam, konnte ich in der Mittagspause meinen Mietwagen in Cranbury abholen. Und zwar ein Kia Spectra. Jooaarrr… sagt einem jetzt nicht unbedingt was, ist auch nichts Spektakuläres, aber er fährt gut, hat alles was man braucht und verbraucht auch weniger als die Karren die hier sonst so rumfahren (als ob das einen interessieren würde, bei 50 Cent pro Liter Benzin). Man bekommt von Siemens ja die Möglichkeit statt dem Wagen 300$ mehr im Monat zu bekommen. Sollte man aber die Finger von lassen, da man ohne Wagen hier echt nur ein halber Mensch ist. Hätte ich ja auch nicht geglaubt aber auch mit dem Rad kommt man hier nicht weit. Alles ist ewig weit voneinander entfernt und sowas wie Fahrradwege gibts hier nicht.

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Ansonsten habe ich ja keine Probleme damit, mich auf der Strasse zurechtzufinden und meine auch, dass ich ganz passabel Karten lesen kann. Hier war ich aber die ersten Tage echt aufgeschmissen und hab mich in einer Tour verfahren. Also bei amazon.com geguckt und mir das Garmin nüvi 200W gekauft. Echt schönes, kleines Navi, das man auch mal einfach in die Jacke stecken und mitnehmen kann.

Spätestens gestern, als wir nach Point Pleasant und Sandy Hook gefahren sind hätte ich mich ohne das Navi dermaßen verfranst, dass ich jetzt wahrschinelich noch nicht wieder daheim wäre. Das Wetter gestern Morgen war vielversprechend und so packten wir uns in zwei Autos und fuhren ans Meer. In Point Pleasant Beach kamen wir an einem schier endlosen Sandstrand an und froren uns bei Sonnenschein und starkem Wind fast den A**** ab. Nach einer Pause bei Dunkin Donuts ging es dann die Küste hoch bis uns quasi das Land ausging. Wenn man sich die Jersey Shore auf der Karte anguckt kann man gut sehen, wo dann im wahrsten Sinne des Wortes „Ende Gelände“ ist: Sandy Hook, eine 10km lange und 800m breite Halbinsel, die von New Jersey aus in die Bucht von New York hineinragt. Vom Strand aus konnte man wunderschön die Skyline von Manhattan nebst Verrazano-Narrows Bridge sehen (Photos).

Womit wir beim nächsten Thema wären: Morgen gehts zum CDS Orientation Meeting nach Manhattan. Dann gibts hoffentlich noch ein paar mehr Photos.