Der Flug zurück nach Bangalore ging um halb 10 abends, so hatten wir noch den ganzen Tag Zeit, die Gassen und Höfe von Fort Cochin zu erkunden. Fort Cochin ist eigentlich keine eigene Stadt, sondern ein Stadtteil von Ernakulam (1,4 Mio) der auf einer vorgelagerten Halbinsel etwas abgetrennt vom Treiben der Großstadt liegt.
Sobald wir dort angekommen waren, merkten wir, dass hier alles ein wenig anders, andern ist als in den anderen indischen Städten, die wir bisher auf der Reise besucht haben. Die Straßen sind enger, aber sauberer. Es ist weniger Verkehr, man hört kaum ein Auto oder eine Rikscha hupen, wie es sonst immer der Fall ist. Eigentlich erinnert Fort Cochin mehr an eine kleine Hafenstadt am Mittelmeer. Entlang des “Strands” fangen Fischer in den jahrhundertealten chinesischen Fischernetzen alle Art von Fischen, die dann ein paar Meter weiter direkt verkauft werden. Auf die Aufforderung eines Fischers haben wir es uns nicht nehmen lassen selber mal die beeindruckenden Fangkonstruktionen zu bedienen. Fische haben wir aber leider keine gefangen.
In Kochin steht die älteste von Europäern errichtete Kirche Indiens, die St Francis Church. Dort lag Vasco da Gama, der in Fort Cochin starb, 14 Jahre lang begraben, bevor sein Leichnam nach Portugal überführt wurde. Besonders beeindruckend war die Kirche nicht, aber es tat gut, ein paar Minuten auf den Kirchenbänken zu sitzen um der Hitze zu entfliehen. Die Basilica Santa Cruz war da schon deutlich imposanter, auch wenn die Heiligen-Statuen hier (wie eigentlich überall in Indien) total überzogen und kitschig gestaltet sind.
Gegen 18 Uhr nahmen wir eine Rikscha zurück zu unserem Homestay um das Gepäck abzuholen und ein Taxi zum Flughafen zu nehmen. Die Verabschiedung von unserer Gastmutter Beena fiel sehr herzlich aus und wir versprachen, sie weiter zu empfehlen.
Diesmal gab es am Bangalore Airport glücklicherweise keine Probleme mit dem Gepäck und eine Rikscha-Fahrt später waren wir wieder daheim.
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