Im Lonely Planet stehen die Backwater-Hausboot-Touren beschrieben als „das wahrscheinlich teuerste aber auch schoenste Erlebnis ihres Aufenthaltes in Kerala“. Mit unsrem schmalen Studentenbudget entschieden wir uns fuer die Variante See & Sleep, von 2 Uhr mittags bis 8 Uhr morgens bei voller Bewirtung und Uebernachtung auf dem Hausboot.
So stachen wir also mitsamt Koch und Kapitaen in See. Zunaechst ging es entlang des Ashtamudi-Lakes Richtung Norden gen Allepey. Auf dem Weg konnte man bereits die fuer Kerala typischen chinesichen Fischernetze am Ufer sehen. Sobald es dann in die eigentlichen Kanaele der Backwaters ging, kam man auch dem Ufer deutlich naeher. Es ging vorbei an Schulen, kleinen Doefern, Kirchen, Tempeln, und Kuehen, immer wieder Kuehen. Das ganze stets ueberdacht von Kokospalmen.
Als es daemmrig wurde, wurde auf einem kleinen See der Anker geworfen und der Koch machte sich an das Abendessen. Heute gabs mal wieder Original Indisch. Roti, eine Art Pfannkuchen, aber etwas fester, von dem man handtellergrosse Stuecke abreisst und damit die groesstenteils fluessigen Curries aufnimmt und in dem Mund fuehrt. Alles natuerlich mit der Hnd, und zwar der rechten, der „sauberen“.
Anschliessen sassen wir noch lange an Deck und lauschten den Gerauschen, die vom Ufer herueberkamen, bevor wir uns im Bett mit den zahlreich vorhandenen Moskitos herumschlugen. Wir hatten selbst einige Verluste zu beklagen, aber dank unsrer Geheimwaffe Zedan fiel der Gesamtsieg uns zu.
Am naechsten Morgen gings zeitig von Bord und Richtung Bahnhof von wo wir den Zug Richtung Kottayam und von dort den Bus nach Kumily nahmen.
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